| Claudia DESGRANGES | |
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Die autonome Farbe, ihre Erscheinung auf und ihre
Wechselwirkung mit dem Malgrund Aluminium sind das Thema der Werke der
Kölner Künstlerin Claudia Desgranges. Die reduzierte Bewegung, sichtbar und
nachvollziehbar in einem konzentrierten und disziplinierten Duktus,
thematisiert die Zeit in der Entstehung des Farbverlaufs wie auch in dem
Zerfließen der Farben ineinander bzw. ihrem Trocknungsprozess.
Die
Eigenaktivitäten von Farbe und Aluminiumgrund in ihrer Erscheinung und ihrer
Wirkung während der Zeit des Betrachtens bilden eine weitere Ebene der
Auseinandersetzung mit den "Zeitstreifen". Es ist die sinnliche Erfahrung
von Farbnuancen, ihrem Zusammenwirken und ihrem Eigenwert, potenziert durch
den Bildträger Aluminium, der die Farbe trägt und stehen lässt, nicht in
sich aufnimmt wie etwa Leinwand, die den Betrachter von Claudia Desgranges"
Werken fasziniert. Sowohl in den quadratischen Arbeiten wie in den lang
gestreckten "zeitstreifen" spiegelt sich der kontrollierte Prozess der
Bildfindung, die Experimentierfreude der Künstlerin. |
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| Thomas KITZINGER | |
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Auf den ersten Blick könnte man vermuten, bei Kitzingers
Bildern handele es sich um so etwas wie Fotorealismus. Allerdings geht es
ihm nicht um die subtile Übersetzung spezifisch medialer Phänomene in die
traditionelle Technik der Malerei. Vielmehr ist seine Malerei auf eine Weise
altmeisterlich, die Tradition und Handwerklichkeit in nicht mehr zu
steigernder Perfektion anwendet, zitiert und letztendlich ad absurdum führt.
Schicht für Schicht werden Lasuren aufgetragen, die Glätte der Oberfläche
wird anschließend mit der Rasierklinge bearbeitet, um auch noch die
allerletzten Spuren der Malaktion zu tilgen. Das Produkt solcher Handarbeit
gibt sich den Anschein maschineller Fertigung, was bei den neueren Bildern
noch verstärkt wird durch die Verwendung von Aluminiumplatten als
Bildträger. ![]() Agave, Öl auf Aluminium, 2004 |
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![]() Aeki, Öl auf Aluminium, 2004 |
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Andrea NEUMAN Mehr als zehn Jahre hat die 1963 in Sad SaIzuflen geborene Künstlerin Andrea Neuman in New York gelebt und gearbeitet. Die Zeit in New York hat sie geprägt. Noch heute hinterlässt die Stadt Spuren in ihrem Werk. Andrea Neuman verbindet in ihren Bildern Malerei und Fotografie. Zunächst fotografiert sie Plätze, Straßen und Menschengetümmel, friert die Bewegungsdynamik von Passanten ein. Viele der Fotografien sind in New York entstanden, allerdings erst seitdem Andrea Neuman wieder in Deutschland lebt. Dann übermalt sie die Fotografien partiell mit Ölfarbe und lenkt so den Blick des Betrachters auf bestimmte Details und Sequenzen. Auf den Arbeiten aus dem Wallstreet-Zyklus hasten Passanten - ihrem urbanen Kontext durch dicke Schichten roter oder blauer Farbe beraubt - kopflos, ameisengleich durch das Bild. ![]() ![]() ![]() |
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EINblicke in die Ausstellung Raum 1 - Andrea Neuman ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Raum 2 - Thomas Kitzinger ![]() ![]() ![]() Raum 3 - Claudia Desgranges ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Studio ![]() ![]() |