Thomas EMDE

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Biographie

1959     geboren in Korbach
1977/80 Ausbildung zum Farbretuscheur beim Verlag Frankfurter Rundschau, Frankfurt
1983/85 Studium "Freie Kunst" an der HbK, Kassel
1985     Studium "Freie Kunst" an der HdK, Berlin
1988     Studium "Fine Art" am Canterbury College of Art, GB-Canterbury
1990     Meisterschülerabschluß an der HdK, Berlin
1990/91 Atelierstipendium der Stadt Frankfurt/Main und der Jürgen-Ponto-Stiftung
1991     Preisträger "Forum Junger Kunst"
1996     Kunst am Bau Projekt, Commerzbank Tower, Frankfurt

lebt und arbeitet in Frankfurt/Main

 
Einzelausstellungen - Auswahl -

1990     Galerie Kunst und Raum, Hannover (K)
            Galerie im Bürgerhaus, Neunkirchen (K)
1992     Kunsthalle Mannheim
1993     Sprengel Museum, Hannover
            Galerie Kunst & Raum, Hannover
            Galerie Erhard Witzel, Wiesbaden
            Galerie van Damme, Antwerpen
1994     Kunstverein Ettlingen
            Skulpturenmuseum Glaskasten, Marl
            Galerie Neher, Essen
            Galerie van Damme, Antwerpen
            Galerie Erhard Witzel, Wiesbaden
1995     Galerie Andreas Weiss, Berlin
            Van Reekum Museum, Apeldorn
            Museum am Ostwall, Dortmund
            Galerie Beatrix Wilhelm, Stuttgart
1996     Galerie Orms, Innsbruck
            Museum Kaufbeuren (mit Thomas Ruff)
            Galerie Albrecht, München
            Galerie Erhard Witzel, Wiesbaden
1997     Telemidia Projekt, Sao Paulo, Brasilien
            Centro Wifredo Lam, Havannah, Kuba
            LA International, New Space Gallery, Los Angeles, USA
1998     San Rose, Costa Rica
1999     Museo de Arte, Mexiko City
            Centre dárt Contemporain, Brüssel
            Staatl. Russisches Museum, Marmorpalast,
            St.Petersburg, Russland 
            Galerie Erhard Witzel, Wiesbaden
2000     Swaany Gallery, UCR Riverside, USA
            Centre dárt Contemporain, Brüssel
2003     Galerie Erhard Witzel, Wiesbaden

Gruppenausstellungen - Auswahl -

1984     Kunststation Kleinsassen, Fulda
1988     Ausstellung "6 Richtige", Kreuzberger Katakomben, Berlin
1990     6. Ausstellung der Jürgen-Ponto-Stiftung, Frankfurter Kunstverein,
            Villa Grisebach, Berlin (K)
            Kunst in Frankfurt 1990, Kunstverein Frankfurt (K)
            "T2", Kunst auf Kampnagel, Hamburg
1991     "Bildlicht" Museum des 20. Jahrhunderts, A-Wien (K)
            "Zwischen Malerei und Objekt" Museum Schloß Philippsruhe, Hanau (K)
            Forum Junger Kunst, Kunsthalle zu Kiel, Museum Bochum (K),
            Städtische Galerie Wolfsburg
            "Dem Herkules zu Füßen"Museum Fridericianum, Kassel (K)
            Galerie Gebauer und Günter, Berlin (K)
            "Ars viva", Gestaltete Räume (K) Kunstverein und Landesmuseum Münster,
            Museum Bochum
1992     "Zeitpunkte", Galerie im Bürgerhaus Neunkirchen, Kunstverein Friedberg (K)
            "Objekt, Zeichnung und ...",Galerie Erhard Witzel, Wiesbaden
1993     Galerie Neher, Essen
1994     "Ad libitum", Kasseler Kunstverein (K)
            "A la creme", Galerie Renate Schröder, Köln
             "Farbe,Farbe", Galerie Neher, Essen
1995     Kunst-Museum Ahlen (it T.Deyle, R-M. Heßling) (K)
1996     Galerie Neher, Essen
            "Visions of a new morning", Hambacher Schloß, Neustadt
1997     "1 + 1", Galerie Erhard Witzel, Wiesbaden
            Stedeldik Museum Schiedam, Niederlande
            "20 Jahre Jürgen Ponto Stiftung", Dresdner Bank, Frankfurt
1998     "100.ste Ausstellung", Galerie Erhard Witzel, Wiesbaden
1999     "50x60", Galerie Erhard Witzel, Wiesbaden
2001     "E-DITIONS", Gallery Erhard Witzel, Wiesbaden

Kurzbeschreibung der Arbeit von Thomas Emde:

Thomas Emde hat bis heute sieben Werkeinheiten vorgestellt: Leinwandarbeiten, Farbobjekte, Profilarbeiten, Installationen, Motivvliese, Acrylarbeiten und Lichtinstallationen.
Es ist schon ein vielschichtiges Werk, welches sich mit Leidenschaft einem Thema widmet: der Farbe.
In den frühen Arbeiten entstanden Bilder, die sich mal gestisch äußerten, mal von fließendem Charakter waren, danach legte Emde das Farbmaterial auf diverse Formen von Holzträgern. Die Farbmasse, die wie eine Haut bestimmte Abschnitte des Trägers einnahm, strahlte mit Intensität in den Raum hinein. Farbenlicht strömte in den Raum aus; das Licht der Farbe wurde hier zum Thema.
Außerdem entstanden parallel zu den Farbobjekten, Installationen, die sich auf die vorgefundenen Räumlichkeiten beziehen. Dabei geht es Thomas Emde vornehmlich um das Verhältnis von Farbe und Licht. Voraussetzung für diese Raumeingriffe war allerdings die technische Entwicklung einer Farbvlies-Struktur, die es ermöglichte, das Farbmaterial ohne Träger in den Raum zu hängen. Somit sind Bild und Bildträger identisch, sie bestehen aus einem: der Farbe. Die Motivvliese unterlaufen auf subtile Weise die ehedem ungegenständliche Kunst des Künstlers. In der Motivierung des Farbvlies erhält das Werk eine weitere Sinndimension; es öffnet sich mit einem Schlag einer offenen Bildsprache.
Im Kontext des Motivvlieses wird das Spannungsfeld von ungegenständlich und gegenständlich gleichsam aufgelöst. Das Werk von Thomas Emde besteht in dieser Steigerung nicht nur aus Farbe, Licht und Offenheit, sondern auch aus Bewegung, da im hangieren der Motivarbeiten eine immaterielle, immer wieder andersgeartete, Bildwirklichkeit entsteht.


Thomas Emde, Lichtinstallation, 1100x1000 cm
Foto: Peter Fischer